Was die DGUV Vorschrift 3 bei ortsveränderlichen Geräten verlangt
Unternehmer müssen dafür sorgen, dass elektrische Betriebsmittel in ordnungsgemäßem Zustand sind und in bestimmten Zeitabständen von einer Elektrofachkraft geprüft werden. Für ortsveränderliche Geräte — alles, was einen Stecker hat und bewegt wird — nennt die DGUV Vorschrift 3 in Tabelle 1B Richtwerte: sechs Monate, auf Baustellen drei Monate; liegt die Fehlerquote unter zwei Prozent, sind bis zu zwölf Monate in Werkstätten und bis zu 24 Monate in Büros üblich. Die tatsächliche Frist legt die Gefährdungsbeurteilung des Betriebs fest.
Die Prüfung selbst folgt DIN VDE 0701-0702: Sichtprüfung, Messungen je nach Schutzklasse, Funktionsprüfung — und am Ende ein Nachweis, der bei einer Begehung der Berufsgenossenschaft oder nach einem Unfall vorliegen muss. Diese Seite beschreibt die übliche Praxis; sie ist keine Rechtsberatung.
Aufnamo übernimmt den Teil, an dem Prüfbetriebe scheitern: welches Gerät wann fällig ist, wo es steht, was gemessen wurde und wo der Nachweis liegt. Das Messen bleibt beim Prüfgerät und bei der Elektrofachkraft.
Das Prüfprotokoll: Grenzwerte je Schutzklasse, Ergebnis ohne Rechnen
Die Vorlage „Prüfprotokoll Elektrogeräte (DGUV V3)“ bringt Sichtprüfung, Messungen und Funktionsprüfung mit. Die Grenzwerte sind nach DIN VDE 0701-0702 vorbelegt und hängen an der Schutzklasse: Schutzleiterwiderstand höchstens 0,3 Ω und Schutzleiterstrom höchstens 3,5 mA bei Schutzklasse I, Isolationswiderstand mindestens 1 MΩ (Schutzklasse I), 2 MΩ (II) oder 0,25 MΩ (III), Berührungsstrom höchstens 0,5 mA bei Schutzklasse II. Welche Messung verlangt ist, blendet das Formular nach der gewählten Schutzklasse ein.
Während der Eingabe zeigt das Formular die geltende Grenze unter jedem Messwert und das Prüfergebnis: „bestanden“ oder „nicht bestanden“ mit Grund. Der Server rechnet beim Absenden noch einmal nach, ein mitgeschicktes „bestanden“ zählt nicht. Im PDF stehen Messwert, Grenze und Ergebnis nebeneinander, Abweichungen rot.
Alle Grenzwerte sind im Baukasten änderbar — etwa für lange Anschlussleitungen, bei denen der Schutzleiterwiderstand höher liegen darf. Wie ein Protokoll-Formular grundsätzlich aufgebaut ist, zeigt die Seite zum Prüfprotokoll.
Hunderte Geräte an einem Tag: Checkliste, Handscanner, Serienprüfung
Ein Kunde hat nicht zwölf, sondern fünfhundert Geräte. Die Checkliste des Einsatzes ist dafür gebaut:
- Suchen und scannen: Prüfnummer tippen oder mit dem Handscanner einlesen — das Gerät springt in die Liste, sein Protokoll öffnet sich vorbefüllt mit Bezeichnung, Schutzklasse und Raum.
- Serienprüfung: Scan, Protokoll, absenden, zurück zur Liste, nächster Scan — ohne einen Klick dazwischen.
- Filter und Sammel-Haken: offen, Mangel, nicht gefunden. Mehrere Geräte lassen sich gemeinsam abhaken; ohne Protokoll oder Messwerte zählt das allerdings nicht als Prüfung und steht auch so in der Bestandsliste.
- Neue Geräte vor Ort: „+ Gerät erfassen“ schlägt die nächste freie Prüfnummer vor und setzt das Gerät gleich auf die Checkliste.
Haken und Mängel funktionieren auch ohne Netz und gehen raus, sobald wieder Verbindung besteht.
Messwerte aus dem Prüfgerät übernehmen statt abtippen
Moderne Prüfgeräte speichern jede Messung. Statt sie abzuschreiben, lädst du im Einsatz die Exportdatei der Geräte-Software hoch — CSV oder Text, mit Semikolon, Komma oder Tab, in UTF-8 oder im Windows-Zeichensatz. Aufnamo findet die Kopfzeile auch hinter einem Vorspann, schlägt die Zuordnung der Spalten vor und zeigt vorab, welche Zeile zu welchem Gerät gehört, was bestanden hat und welche Nummer unbekannt ist.
Beim Übernehmen stehen die Messwerte am Haken der Checkliste, „nicht bestanden“ wird ein Mangel, und die nächste Prüfung rückt ab dem Prüfdatum weiter. Sagt das Prüfgerät selbst „n.i.O.“, gilt das — es kennt mehr als die Datei. Es entsteht bewusst kein Protokoll je Gerät: fünfhundert Einreichungen wären fünfhundert Mails.
Die Zuordnung der Spalten merkt sich Aufnamo je Betrieb. Beim nächsten Export aus demselben Gerät reicht ein Klick.
Bestandsliste, Prüfplaketten und Prüfbuch für den Betreiber
Nach der Prüfung will der Betreiber eine Liste: Welche Geräte gibt es, wann wurden sie geprüft, mit welchem Ergebnis, wann ist die nächste Prüfung? Die Bestandsliste je Standort ist genau dieses Dokument — im Querformat, eine Zeile je Gerät, oben die Summe aus bestanden, nicht bestanden, überfällig und ohne Prüfung. Sie liegt im Prüfbuch des Kunden neben dem Nachweis-Paket und ist immer auf dem aktuellen Stand.
Für die Geräte selbst gibt es Prüfplaketten: Prüfnummer, QR-Code, nächste Prüfung und der Name deines Betriebs, auf Etikettenbögen mit 70 × 37 mm oder 48,5 × 25,4 mm. Der QR-Code trägt nur die Nummer — für Fremde ist er wertlos, für den Prüfer der schnellste Weg ins Protokoll.
Einsätze planen, ankündigen, Mängel anbieten und abrechnen läuft wie bei jeder anderen Prüfung über die Wartungssoftware mit Prüfbuch. Der Bereich gehört ab dem Tarif Starter dazu — Preise.